In gut einem Monat werde ich dreiundzwanzig Jahre alt. Diese Aussage wird von ein paar Leuten zu Recht angezweifelt. Doch wenn man – so wie ich – während der letzten fünf Jahre mehr als 70% verschlafen hat, dann darf man sein Alter bei der Stadtverwaltung neu anpassen gehen. Natürlich nur, wenn entsprechende Gründe für so ein erhöhtes Schlafpensum vorliegen. Als Faustregel gilt: Psychische Probleme schlagen dabei sowohl laute Nachbaren als auch unausgereifte Argumente (“Mir war einfach langweilig”).
Die Änderung des Geburtsjahrs zieht aber einen ungeheuren administrativen Aufwand nach sich, der nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Wer aber schliesslich drei Jahre gewinnt, der scheut nicht fünf Monate verpasstes Leben (drei Monate für das Ausfüllen von Formularen, einen Monat für Telefongespräche mit Behörden und einen Monat für die Rückgabe vergangener Geburtstagsgeschenke).